Kinderschuh-Aktion: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein

Die Detmolder Staatsanwalt hat die Ermittlungen wegen Volksverhetzung während Aktion von Coronatest-Gegnern im April dieses Jahres vor dem Detmolder Kreishaus ohne Auflagen eingestellt, sagt Oberstaatsanwalt Ralf Vetter. Die Behörde hatte Ermittlungen aufgenommen, weil Anzeigen wegen Volksverhetzung eingegangen waren, weil vor Ort eine mögliche Gefahr für Kinder durch Corona-Tests mit dem Leid der Kinder im Holocaust und mit den Verbrechen im Lügder Missbrauchsfall verglichen worden war. „Die Vergleiche sind natürlich völlig geschmacklos, aber wir konnten keine hinreichenden Beweise für eine Verharmlosung des Holocausts oder der Lügde-Opfer feststellen“, erklärt Oberstaatsanwalt Vetter. Es habe sich lediglich, um eine Dramatisierung der Coronakrise gehandelt.
Im Frühjahr hatte mehrere Demonstranten vor dem Detmolder Kreishaus Kinderschuhe und Kinderspielzeug abgelegt – als Zeichen des gegen die damals eingeführte Corona-Testpflicht an Schulen. Was damals wie ein harmloser Protest wirkte, hatte nach Recherchen zahlreicher Medien, tatsächlich einen besorgniserregenden Hintergrund. Die Aktion wurde auch von Gruppierungen beworben, die der Querdenken-Szene und verschwörungsideologischem Denken nahestehen. Zudem löst das Bild von hunderten Kinderschuhen in der Öffentlichkeit eine grausame Erinnerung an die furchtbaren Morde an Millionen Kindern im Nationalsozialismus hervor, die bei der Befreiung der KZ-Lager gefunden wurden.

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